22. Dezember 2017

Finanzmärkte 2018 : es könnte volatiler werden…

Marktkommentar

Ob amerikanische Aktien, Schwellenländeraktien, europäische Aktien, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, High-Yield-Investments, Immobilien, Rohstoffe aller Art oder Kryptowährungen – 2017 konnten Anleger über praktische alle Anlageklassen hinweg positive Renditen erzielen. Nur einige wenige Ausnahmen stören das Bild: russische Aktien, Kautschuk und sicherlich eine Reihe weiterer Anlageklassen, die bei der Allokation des derzeit im Umlauf befindlichen weltweiten Kapitals jedoch eine untergeordnete Rolle spielen dürften.

Zur konjunkturellen Euphorie gesellt sich das geldpolitische Wohlgefallen, das von einer weltweiten Liquidität genährt wird, die schneller zunimmt als das nominale Wachstum. Was also könnte auf dem weihnachtlichen Wunschzettel der Anleger stehen? Als größtes und am schönsten verpacktes Paket unter dem Weihnachtsbaum dürfte sicherlich die Fortsetzung der makroökonomischen Dynamik bei einer beschleunigten Zunahme der Ertragskraft der Unternehmen (insbesondere in Europa) viel Freude bereiten. Ein weiteres schönes Geschenk wäre ein allmählicher und mit Bedacht gesteuerter Anstieg der Zinsen am langen Ende mit etwas mehr Inflation. Dies würde dem Wachstum nicht wehtun, ließe aber sämtliche auf Kapitalerträgen beruhenden Systeme (Versicherungen, Renten) wieder tragfähig wirtschaften.

Donald Trump hat nach vielen Rückschlägen und Diskussionen die Amerikaner bereits mit seiner Steuerreform beschert. Zum Ende seines ersten Amtsjahres muss man ihm lassen, dass seit 2016 die Finanzmärkte fortwährend im Plus liegen und die amerikanischen Indizes siebzig Rekordstände in Folge verzeichnet haben. Noch mehr verwundert, dass der geopolitische Kontext, dem das unstrukturierte Kommunikationsgebaren der US-Regierung zumindest der Form nach zugesetzt haben müsste, keine grundlegenden Veränderungen aufweist und die Ausgangslage für 2018 von denselben negativen Vorzeichen beziehungsweise demselben Kräftegleichgewicht beherrscht wird wie gehabt: das Dreieck China-Korea-Japan, der mehr oder weniger offen geführte Krieg der verfeindeten Brüder im Nahen Osten (Saudi-Arabien und Iran), die ausnehmend komplizierten Beziehungen zu Russland, die Bilderbuchfreundschaft zwischen Merkel und Macron und die Risiken einer politischen Zersplitterung in Europa (Katalonien, Italien). Man wechselt eben kein erfolgreiches Team, könnte man fast sagen.

Die Anleger ahnen jedoch, dass im Jahr 2018 die Sektkorken womöglich etwas weniger laut knallen werden und stattdessen mit mehr Volatilität zu rechnen ist, zumal auch die ein oder andere Blase platzen könnte. Bezüglich der Online-Welt gibt es erste Anzeichen für ein gewachsenes Bewusstsein auf Staatsseite. So werden riesige Projekte ins Rollen gebracht, um die Kontrolle über jene Werkzeuge zurückzugewinnen, die die staatlichen Hoheitsrechte zu untergraben drohen und mit den Nutzerdaten Geschäfte machen: neue Steuerregeln, Anwendung der europäischen Datenschutz-Grundordnung (DSGVO), Schaffung strengerer Regeln für gesellschaftlich disruptive Geschäftsmodelle (Uber, Airbnb). In Vorfreude darauf, Ihnen unsere Sichtweise auf das bald beginnende Jahr vorstellen zu dürfen, wünscht Ihnen das DNCA-Managementteam ein frohes Fest!

Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher Portfoliomanagement, am 22. december 2017.

Dieser Artikel stellt weder ein Kaufangebot noch eine Anlageempfehlung dar. Diese Werbeunterlage ist ein vereinfachtes Präsentationsinstrument und stellt weder ein Zeichnungsangebot noch eine Anlageberatung dar. Die in der Vergangenheit erzielte Performance bedeutet keine Prognose für die Zukunft. Verwaltungskosten sind in der Wertentwicklung enthalten. Die Performances sind von DNCA FINANCE berechnet. 

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Ob amerikanische Aktien, Schwellenländeraktien, europäische Aktien, Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, High-Yield-Investments, Immobilien, Rohstoffe aller Art oder Kryptowährungen – 2017 konnten Anleger über praktische alle Anlageklassen hinweg positive Renditen erzielen. Nur einige wenige Ausnahmen stören das Bild: russische Aktien,...
2017-12-22