29. Juli 2016

Hier der wöchentliche Kommentar zu den Märkten von Igor de Maack

Marktkommentar

Die Quartalsergebnisse liefern bislang keine neuen Hinweise auf die makroökonomische Tendenz. Weder ein Anziehen der Konjunktur noch ein Rückschlag für dieselbe lässt sich aus den Zahlen herauslesen. Allerdings lag der Berichtszeitraum auch vor dem Brexit-Votum und den zahlreichen Terror- und Gewaltakten seit der Tragödie in Nizza. Viele Unternehmen konnten Zweifel aus dem Weg räumen oder mit guten Überraschungen aufwarten, insbesondere in der Luxusgüterindustrie (LVMH), bei IT-Dienstleistungen (SAP und Capgemini) und bei Konsumgütern (Adidas und Diageo). Mit Schwierigkeiten hat hingegen weiterhin die Telekommunikationsbranche (KPN und Orange) zu kämpfen, und bange Blicke zogen gar die Banken (Deutsche Bank und BNP Paribas) im Vorfeld der am 29. Juli veröffentlichten Stresstest-Ergebnisse auf sich. Kurz: Diese Quartalssaison wird wohl keine Antworten auf die Fragen liefern, die den Anlegern unter den Nägeln brennen – und die übrigens weit über rein wirtschaftliche Zusammenhänge hinausreichen: Wird sich das makroökonomische Wachstum 2017 verlangsamen? Müssen die Prognosen nach unten revidiert werden? Wird Großbritannien den Euroraum in eine Rezession reißen? Zieht Donald Trump demnächst ins Weiße Haus ein? Hebt die amerikanische Notenbank Fed endlich ihre Leitzinsen an?

Seit Jahresbeginn haben sich die europäischen Aktienmärkte mal ins Tal des Todes verirrt, mal zu den höchsten Gipfeln aufgeschwungen, um schließlich in breiten Schluchten mit reißenden Flüssen voller Stromschnellen zu verharren. Mitunter erinnerte das Börsengeschehen gar allzu sehr an schrille Casinos à la Las Vegas. Zwar stellen Aktieninvestments aufgrund der hier besonders hohen Volatilität eine der größten Herausforderungen für Anleger dar. Nur sie sind jedoch in der Lage, dieses Jahr noch eine positive Performance zu verzeichnen, wenngleich die europäischen Aktienindizes bisweilen im Minus notierten. 2016 könnte sich somit als guter Jahrgang für die Stockpicker entpuppen.

Am anderen Ende des Risikospektrums, das heißt am Anleihemarkt, ist die Erzielung einer lohnenden Performance weiterhin ein schwieriges Unterfangen. Es sei denn, man greift zu französischen und deutschen Staatspapieren, deren Kurse allerdings von der EZB zu hoch angesetzt und künstlich aufgebläht werden.

Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher Portfoliomanagement, am 29. Juli 2016.

Dieser Artikel stellt weder ein Kaufangebot noch eine Anlageempfehlung dar. Diese Werbeunterlage ist ein vereinfachtes Präsentationsinstrument und stellt weder ein Zeichnungsangebot noch eine Anlageberatung dar. Die in der Vergangenheit erzielte Performance bedeutet keine Prognose für die Zukunft. Verwaltungskosten sind in der Wertentwicklung enthalten. Die Performances sind von DNCA FINANCE berechnet. 

DNCA Investments ist eine Handelsmarke von DNCA Finance.

Die Quartalsergebnisse liefern bislang keine neuen Hinweise auf die makroökonomische Tendenz. Weder ein Anziehen der Konjunktur noch ein Rückschlag für dieselbe lässt sich aus den Zahlen herauslesen. Allerdings lag der Berichtszeitraum auch vor dem Brexit-Votum und den zahlreichen Terror- und Gewaltakten seit der Tragödie in Nizza. Viele...
2016-07-29