17. November 2017

Die europäischen Börsen machen eine Pause nach kleiner Korrektur.

Marktkommentar

Nachdem eine gute Woche lang Korrekturen das Geschehen bestimmt haben (insbesondere übrigens in Europa), geht es an den Aktienmärkten inzwischen wieder aufwärts.

Wenngleich der ein oder andere Quartalsbericht einen Hauch von Panik ausgelöst hat (und strenggenommen auch nur den Anflug einer solchen), stehen auf das globale Umfeld bezogen die Zeichen weiter auf Wachstum. Der Eurokurs zum Dollar verließ vorübergehend die Widerstandszone von 1,18 bis 1,20, und das Barrel Öl hat sich verbilligt. Anhaltende Sorgen bereiten hingegen die Länder des Nahen Ostens. In zusammengewürfelter Reihenfolge seien genannt: die wiedererlangte Kontrolle in Saudi-Arabien, dessen im Jemen ausgetragenes Kräftemessen mit Iran, die Destabilisierung Libanons, die eklatante Schieflage öffentlicher Haushalte wie etwa in der Türkei und die schwierige Machtübergabe in Algerien nach der Bouteflika-Ära. Das zu den Ölproduzenten dieser Welt zählende Venezuela ist offiziell zahlungsunfähig und erweitert nun die Liste jener Länder, die mit ihrem sozialpopulistischen Experiment ihre reichen Erlöse aus dem Erdölgeschäft verschenkt haben.

In den Vereinigten Staaten behauptet sich die Verbrauchernachfrage nach wie vor gut. Die Geschäftszahlen des Einzelhandelsriesen Walmart verblüffen mit einem organischen Wachstum von 2,7 %, zumal so mancher Anleger den physischen Vertrieb bereits abgeschrieben hat (in Frankreich konnte übrigens Carrefour im Oktober wieder Marktanteile zurückgewinnen, wie Kantar-Daten belegen). Und auch der digitale Vertrieb floriert. So hat der chinesische Onlinehändler Alibaba an seinem „Single Day“ (mit 25 Milliarden Transaktionen an einem einzigen Tag) spektakuläre Zahlen geschrieben. Die Zuversicht des führenden amerikanischen Einzelhändlers nur eine Woche vor dem Black Friday ist ein gutes Zeichen – und die des chinesischen Verbrauchers für Asien und den Rest der Welt nicht minder wegweisend.

Die Symbiose aus starker Konjunktur und unternehmerischem Erfolg dürfte die Aktienmärkte mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter anschieben, zumal die Zinsmärkte weiterhin äußerst mickrige Realrenditen abwerfen. Sage und schreibe 17 % aller weltweit gehaltenen Anleihen (8.000 Mrd. US-Dollar) rentieren im Negativbereich. Im englischsprachigen Raum heißt es so schön: „Trend is your friend.“ Allgemein befinden sich die Märkte im Aufwärtsmodus, doch es gilt, Fallstricke zu vermeiden.

Wie bei einer Schatzsuche müssen die Anleger akribisch nach den Perlen fahnden und sich auf diejenigen Unternehmen konzentrieren, die mit ihren künftigen Geschäftszahlen positiv überraschen werden. Falls dann auch noch die Bewertungskennzahlen stimmen, darf man getrost ein Heureka ausrufen. Derzeit mit einem Abschlag behaftete Sektoren (wie etwa die Telekommunikation) sind hier ein sprechendes Beispiel. Unternehmen mit angemessenen Bewertungen, die solide Zahlen schreiben (z. B. Vodaphone oder Bouygues), ist die Anlegergunst gewiss. Und damit zeichnet sich sicherlich auch schon das Grundmuster für 2018 ab.

Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher Portfoliomanagement, am 17. November 2017.

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Nachdem eine gute Woche lang Korrekturen das Geschehen bestimmt haben (insbesondere übrigens in Europa), geht es an den Aktienmärkten inzwischen wieder aufwärts. Wenngleich der ein oder andere Quartalsbericht einen Hauch von Panik ausgelöst hat (und strenggenommen auch nur den Anflug einer solchen), stehen auf das globale Umfeld bezogen die...
2017-11-17