24. März 2017

Hier der wöchentliche Kommentar zu den Märkten von Igor de Maack

Marktkommentar

An den weltweiten Finanzplätzen ging es in der zurückliegenden Woche etwas lebhafter zu. Grund ist die wachsende Ungeduld der Anleger mit der Umsetzung des Wirtschaftsprogramms von Donald Trump. Die jüngst an der Wall Street verzeichneten Rekorde werden bei einer abflauenden Konjunktur und rückläufigen Gewinnen amerikanischer Unternehmen nicht gehalten werden können.

Nachdem der Ölpreis zwischenzeitlich neue Hochstände erklommen hatte, ist er wieder ins Minus gedreht, nachdem bekannt wurde, dass die Vorräte höher sind als angenommen und die Schieferölproduktion in den Vereinigten Staaten weiter angestiegen ist. Wie der amerikanische Ölfeldausrüster Baker Hughes vermeldete, ist die Anzahl der aktiven Bohrlöcher in den USA in der neunten Woche in Folge gewachsen, sodass nun wieder das Niveau von September 2015 (631 Plattformen) erreicht ist.

Der Euro konnte zum Greenback wieder leicht zulegen und bewegt sich nun um die Marke von 1,08 Dollar. Die Aussichten auf einen glimpflichen Ausgang der französischen Wahlen und einen möglichen Tonwechsel der EZB könnten dieses Comeback der vielgescholtenen europäischen Einheitswährung erklären.

Nun ist es noch genau einen Monat bis zu den Präsidentschaftswahlen in Frankreich. Der Wahlkampf tritt in seine letzte Phase ein, in der sich herauskristallisiert, wem die Wähler letztlich ihre Stimme schenken werden. Es werden weitere TV-Debatten mit einem erweiterten Kandidatenkreis stattfinden. Nach dem juristischen Hochdruck und den moralinsauren Anschuldigungen, die vornehmlich auf erhöhte Aufmerksamkeit in den sozialen Medien abzuzielen scheinen, dürften nun wieder die Wirtschaftsprogramme im Mittelpunkt stehen – zumindest, was die seriösesten Vorschläge betrifft.

Mit Ausnahme des italienischen Referendums lehrt die Erfahrung der letzten Wahlen, dass konvergierende Umfrageergebnisse oder die politischen Wunschvorstellungen bestimmter Berufsgruppen und sozialer Schichten von unentschiedenen Wählern Lügen gestraft werden können, und dies im letzten Moment, wenn sich der Vorhang der Wahlkabine schließt. Noch nie in der Geschichte der fünften Republik war Frankreich mit einer solchen Ungewissheit bezüglich der Bildung seiner künftigen Regierung konfrontiert, womit die Grande Nation zu ihren romanischen Nachbarn und Cousins (Italien und Spanien) aufschließt – zu Ländern also, die heute mit buntgemischten politischen Koalitionen, Ränkespielen an ihren Parteispitzen und Stillstand zurechtkommen müssen.

Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher Portfoliomanagement, am 24. März 2017.

Dieser Artikel stellt weder ein Kaufangebot noch eine Anlageempfehlung dar. Diese Werbeunterlage ist ein vereinfachtes Präsentationsinstrument und stellt weder ein Zeichnungsangebot noch eine Anlageberatung dar. Die in der Vergangenheit erzielte Performance bedeutet keine Prognose für die Zukunft. Verwaltungskosten sind in der Wertentwicklung enthalten. Die Performances sind von DNCA FINANCE berechnet. 

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An den weltweiten Finanzplätzen ging es in der zurückliegenden Woche etwas lebhafter zu. Grund ist die wachsende Ungeduld der Anleger mit der Umsetzung des Wirtschaftsprogramms von Donald Trump. Die jüngst an der Wall Street verzeichneten Rekorde werden bei einer abflauenden Konjunktur und rückläufigen Gewinnen amerikanischer Unternehmen nicht...
2017-03-24