April 29, 2016

„Aktien - Schwerpunkt unserer Portfolios“

Management comment

Von Jean-Charles Mériaux, Leiter des Portfoliomanagements

Nach einem besonders angespannten Jahresauftakt, als Anleger auf alle wirtschaftlichen oder politischen Unsicherheiten überzogen reagierten, haben die Märkte wieder Grund zum Lachen. Ein stabiler US-Dollar, steigende Rohstoffpreise, verflogene Sorgen über das Wachstum in China und neue Stützungsmaßnahmen aufseiten der EZB haben bei Anlegern eine psychologische Wende herbeigeführt. In diesem Umfeld bevorzugen wir weiterhin die Euro-Zone und ihre Unternehmen als Quelle der Hoffnung und Basis für Anlagen.

Attraktive Aussichten in der Euro-Zone trotz sich abschwächender Weltwirtschaft
Alle Wirtschaftsregionen steuern auf ein schwächeres Wachstum zu.
China lässt nach und weist das niedrigste Wachstum seit 25 Jahren aus. Auch wenn mit 6,7% im ersten Quartal dieses Jahres noch ein hoher Zuwachs zu verzeichnen war, lassen bestimmte Kennzahlen (Stromverbrauch, Vertrauensindikatoren, Immobilienpreise) eher auf ein Wachstum schließen, das deutlich unter den von den regierenden Machthabern bewusst veröffentlichten Zahlen liegt.

In den USA dürfte sich das Wachstum nach einem enttäuschenden Jahresbeginn bei etwa 2% bewegen, denn es wird nach wie vor durch einen starken Dollar und den drastischen Einbruch bei Investitionen im Erdölsektor belastet.

Auch wenn sich Europa schließlich in einem echten Aufschwung zu befinden scheint, steht diese Erholung nichtsdestoweniger weiter auf wackeligen Füßen (1,5%) und bei einem neuen Schock von außen könnte es zu Abwärtskorrekturen kommen.
Zurzeit profitiert die Euro-Zone noch von dem besonders günstigen Umfeld: Liquidität im Überfluss, niedrige Zinsen, rückläufige Arbeitslosigkeit, billiges Erdöl und Überschüsse in der Leistungsbilanz.
Zweierlei Perspektiven an europäischen Aktienmärkten
Der Vergleich zwischen den amerikanischen und europäischen Märkten ist besonders interessant. So teuer sich die Anleihenmärkte der Euro-Zone im Vergleich zu den USA heute darstellen, so relativ billig scheinen die Aktienmärkte der Euro-Zone zu sein. 
Durch das absolute Zinsniveau in der Euro-Zone von (0,6% für alle Staatsanleihen und 1,3% für alle Unternehmensanleihen) lässt sich Vermögen nicht mehr überwiegend in ausschließliche Anleihenstrategien investieren, um Rückschläge und Volatilität zu vermeiden. Die niedrigen Renditen wirken wie eine finanzielle Repression von Renten.
Demgegenüber vermitteln die Bewertungen europäischer Aktien ein trügerisches Bild, denn sie mögen Pessimisten, die das Ende der Welt vorhersehen, teuer und Optimisten, die auf steigende Gewinne von Unternehmen aus allen Sektoren hoffen, billig erscheinen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Bei der Wahl seiner Themen für Anlagen an der Börse muss man die richtigen Entscheidungen treffen. Dabei gilt es, vor allem inländische Sektoren in Europa und Sektoren mit Bewertungsabschlägen zu bevorzugen. Sie könnten Kapitalzuwächse in Aussicht stellen und durch großzügige Dividenden eine entsprechende Verzinsung gewährleisten (3-3,5%).
Europäische Unternehmen mit positiv überraschenden Ergebnissen

Der übermäßige Pessimismus aus den ersten beiden Monaten des Jahres hat Analysten bewogen, ihre Gewinnerwartungen für 2016 stark zurückzuschrauben. Statt 12% wie noch zu Jahresanfang werden für die Titel im EuroStoxx die Gewinnzuwächse heute auf 4% geschätzt. Das hat zur Folge, dass eine überwiegende Mehrheit von Unternehmen mit positiven Überraschungen aufwartete, als für das erste Quartal ermutigende Ergebnisse veröffentlicht wurden. Eine Schwalbe macht natürlich noch keinen Sommer, und in Europa stehen noch mehrere politische Entscheidungen an (Großbritannien, Spanien), die der wirtschaftlichen Erholung schaden könnten. Dennoch sind wir im Moment weit von einem Rezessionsszenario entfernt, das uns von manchen vorhergesagt wird.

Fundamentales und überzeugungsbasiertes Aktienmanagement bevorzugen

In Anbetracht eines weltwirtschaftlichen Umfelds, das weiterhin kompliziert bleiben dürfte, und des Kurswechsels in der amerikanischen Geldpolitik bleiben wir bei unserer Überzeugung, dass europäische Aktien bei ihrem derzeitigen Niveau einen unverzichtbaren Performancemotor in Portfolios für Sparer in der Euro-Zone darstellen.

In diesem Sinne sind unsere Mischfonds mit begrenzter Volatilität wie z. B. Eurose (wegen seines Vermögensaspekts) und DNCA Evolutif (aufgrund seines flexibleren Managements) gegenwärtig in Aktien zu 29% bei Eurose (maximal 35% für die Aktienkomponente) bzw. 56% (+7% in Long/Short-OGAW) bei DNCA Evolutif investiert.
Unsere Expertise in absoluter, einfacher und hebeleffektfreier Performance haben wir mit DNCA Invest Velador erweitert. Das ist ein Fonds, der die Voraussetzungen für den französischen Aktiensparplan (PEA) erfüllt und ein Nettoengagement in Aktien zwischen 0% und 50% eingehen kann. Das Anlageziel des Fonds lautet, regelmäßige Performance bei moderater Volatilität zu erzielen. Er bietet außerdem eine alternative Vermögensanlage zu klassischen Anleihen in einem anhaltenden Niedrigzinsumfeld.

Anlegern, die mehr Risiko eingehen wollen, empfehlen wir reine Aktienfonds, die in Europa investiert sind. Entweder mit einer Value-Orientierung: Centifolia (französische Aktien), DNCA Value Europe (Aktien aus Ländern der Europäischen Union), DNCA €urocovery (unterbewertete Aktien aus Ländern der Euro-Zone) und DNCA Invest South Europe Opportunities (Aktien aus südeuropäischen Ländern). Oder mit einer Growth-Orientierung: DNCA Invest Europe Growth (europäische Wachstumsaktien mit angemessenem Preis), bei dem die Kombination aus Performance und Risikobeherrschung im Mittelpunkt unserer Anlageentscheidungen steht. Auffällig ist die eindeutige Unterbewertung von Value-Fonds nach mehreren Jahren der Underperformance. Wenn man dem Szenario Glauben schenkt, dass sich die Erholung in Europa fortsetzt, sind diese Fonds unbestreitbar die erste Wahl.

Unabhängig von der Typologie des ausgewählten Finanzprodukts und dem damit verbundenen Risiko bleibt nach unserer Überzeugung unser mikroökonomischer Ansatz, bei dem das Unternehmen Vorrang hat, ein wesentlicher Pluspunkt, um auf Wertsteigerungen für unsere Kunden zu hoffen und mittelfristig eine begrenzte Volatilität zu bewahren.
Durch diese Expertise im europäischen Stock-Picking in Verbindung mit der für unser Management charakteristischen Vorsicht wollen wir das Vermögen unserer Anleger weiter mehren - heute ebenso wie morgen.

Redaktionsschluss: 29. April 2016, verfasst von Jean-Charles Mériaux, Leiter des Portfoliomanagements bei DNCA Finance.
Stand der Daten: 29. April 2016. Quelle: DNCA Finance.

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„Wertentwicklungen der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf zukünftige Wertverläufe zu. Dieser Artikel stellt weder ein Zeichnungsangebot noch eine Anlageberatung dar. Für bestimmte Personen oder Länder kann der Zugang zu den in diesem Artikel genannten Produkten beschränkt sein. Die steuerliche Behandlung hängt von der Situation jedes Einzelnen ab. Die WIA müssen dem Zeichner vor jeder Zeichnung ausgehändigt werden. Für ausführliche Informationen über die strategischen Ausrichtungen und sämtliche Kosten wollen Sie bitte den Prospekt, die Wesentlichen Anlegerinformationen und sonstige gesetzlich vorgeschriebene Informationen zur Kenntnis nehmen, die auf unserer Internet-Site unter www.dnca-investments.com zugänglich sind oder am Sitz der Verwaltungsgesellschaft kostenlos angefordert werden können.“

Von Jean-Charles Mériaux, Leiter des Portfoliomanagements Nach einem besonders angespannten Jahresauftakt, als Anleger auf alle wirtschaftlichen oder politischen Unsicherheiten überzogen reagierten, haben die Märkte wieder Grund zum Lachen. Ein stabiler US-Dollar, steigende Rohstoffpreise, verflogene Sorgen über das...
2016-04-29